Friday, April 30, 2010

neue photos in meinem fb-album (photos nr. 29-60)!! leider war das uploaden nicht ganz so einfach, haette noch einige schoene bilder mehr gehabt, vor allem vom table mountain, naja...
enjoy!

http://www.facebook.com/photo.php?pid=4502697&l=1a7f270f5d&id=637262211

Thursday, April 29, 2010

aus dem alltag:

- in unserem zimmer gibt es eine ameisenstrasse, quelle des malheurs haben wir aber noch nicht entdeckt. zum glueck scheinen sich in den letzten tagen aber immer weniger ameisen fuer unser zimmer zu interessieren.

-der kuehlschrank ist rappelvoll, doch man bzw. wir koennen praktisch nie etwas brauchbares darin finden. so stehen ganze kochtoepfe, tuperwears und sonstige behaelter mit irgendwelchem (vor tagen) gekochenem essen drinn. am liebsten wuerde man den kuehlschrank mal aufraeumen und den seit mind. 3 wochen herumliegenden rest der streichwurst etc. wegwrfen. das selbe mit dem schimmligen brot im brotkasten...

- die beilage aus bohnen, mais etc. war am ersten tag superfein, doch nach dem dritten tag verliert das ganze seinen reiz... und es hat noch mehr davon!

- mama shumis huenerfuesse sind ueberall, wenn nicht in der badewanne, dann im waschtrog oder in irgendeinem topf. am liebsten mag ich es, wenn sie die chickenfeets waescht, wenn ich am fruehstuecken bin - ein herrlicher geruch... :-(

- wie abgewaschen wird sollte ich lieber nicht erzaehlen, weil ich es mir selber nicht all zu genau uerberlegen mochte. mama benutzt eine handseife und eigentlich nie abwaschmittel. das geschirr wird nie vorgespuehlt oder nachgespuehlt und so waescht man bald in einer dunklen bruehe ab und fragt sich ob das geschirr vorher oder nacher sauberer war...

-manchmal geht man hier gleich zu zweit unter die dusche (ok genug gross ist sie ja)... ueberhaupt nimmt man es hier mit der privatsphaere nicht so genau: so kann es schon mal passieren, dass balakasi (welche staendig bei uns im haus ist und vor dem haus in einem gartenhaeusschen uebernachtet) sich aufs klo sitzt waehrend man selber gleich neben an vor dem spiegel steht... no problem.

-zur zeit geht jeden abend nach sechs die sonne unter und zaubert bei schoenem wetter wunderschoene farben an den himmel ueber kayamandi und beleuchtet die berge im hintergrund mit dem schoensten abendrot. irgendwie schoen. obwohl mir der begriff in zusammenhang mit kayamandi nicht ganz passend scheint...

-hier gibt es nicht nur keine heizungen und kein abwaschmaschienen, sondern auch keine kaffeemaschinen. getrunken wird stattdessen instantkaffee von nestle, genannt "recoffee". gnaz passabel. weiteres wichtiges und nicht weg zu denkende utensil neben dem wasserkocher ist uebrigens die mikrowelle. diese ersetzt teilweise den kochherd...

-hier wird kein brot gegessen, sondern nur toast. dieser muss unbedingt genug getoastet sein, am liebsten etwas schwarz.

-zum thema preise:

eine uebernachtung in einem youthhostel: 100-120 Rand = 15-18 Fr
mit dem cablecar auf den table mountain: 80 R = 12 Fr
ein paar seehr schoene ohrringe :-) 50R = 7.50Fr
mit dem metrozug von stellenbosch nach capetown: 10R = 1.50 Fr
ein menu mit getraenk in einem restautant: ca 70R = 10.50Fr
ein bier: 16R = 2.40Fr

... ich habe bisher also noch nicht ueber meinen verhaeltnissen gelebt...
am dienstag war freedom day. an diesem feiertag wird den ersten freien wahlen nach der apartheid-aera gedenkt und damit es sich der freie tag auch wirklich lohnt machen hier alle die bruecke, weshalb der montag auch gleich frei war.
diesen tag hab ich genutzt, um mir stellenbosch einmal bei tageslicht genauer anzusehen... ;-) richtig spannend war dann aber der dienstag selber. mit christine bin ich in das gleich hinter stellenbosch gelegene jonkershoeck nature reserve. eine wunderschoene und fruchtbare berglandschaft, welche wir waehrend einer tagestour erkundeten. so sind wir also von morgens halb zehn bis nachmittags nach fuenf wortwoertlich in diesen bergen herumgekletert. sind die wege und pfade anfangs der 24 kilometer langen route noch richtig schoen und bequem zurueckzulegen, so wurden sie bald zu einem einzigen hindernislauf. der trail auf den table mountain ist dagegen der reinste spaziergang... der pfad war oft gar kein pfad, sondern nur schotter, welcher irgendwann einmal von links und rechts zusammengetragen worden war. das wetter war einmal mehr perfekt und so sind wir schwitzend, immer wieder nach dem weg suchend, ahnungslos was uns noch alles erwarten wuerde immer weiter hoch... zusagen ist ausserdem, dass ich froh bin, dass es um meine fitness (noch) nicht all zu schlecht steht, denn christine ist richtiggehend bergerprobt und hat ein wahnsinns tempo drauf... immer wieder wurden wir aber durch wahnsinns ausblicke belohnt, bevor die trinkflasche ganz leer war kamen wir zum naechsten bergbach und als wir uns definitiv auf der falschen route waehnten, traffen wir auf einige der wenigen wanderer, welche uns weiterhalfen. war der aufstieg wirklich, wirklich streng, so war der abstieg doch etwas zur nervenprobe. kein stein hielt auf dem anderen und einen falschen tritt sollte man sich in dieser abgeschiedenen gegend besser nicht erlauben... so sind wir nicht nur heruntergestiegen, sondern richtiggehend heruntergekrochen, vor augen immer das nicht aufzuhoeren wollende tal - aeehm ja, das hat dann doch etwas auf meine stimmung geschlagen. zurueck auf der strasse, liefen die beine dann automatisch und doch waren wir wahnsinnig froh, also wir auf bereits zuvor getroffene wanderer traffen, welche uns anboten, mit ihrem auto mitzunehmen. das war wohl die idee des tages, denn bis zum ausgang des reserves, geschweige denn bis nach hause haette es bestimmt weitere 2 stunden gedauert... soviel zum thema suedafrika ohne auto zu entdecken...

Monday, April 26, 2010

was fuer ein kontrastreiches weekend! am samstag waren wir eingeladen zur hochzeit von mama shumis enkelin. hier dauert die hochzeit zwei tage, am ersten wird in der kirche geheiratet und dann wird gegessen und gefeiert (in diesem fall waren ueber 400 gaeste eingeladen), am zweiten tag findet dann das traditionelle xhosa-fest statt, bei welchem die braut offiziell bei ihrem mann einzieht und dafuer ihr eigenes bett, geschirr und besteck etc mitbringen muss. eine ziemlich kostspielige sache also, hier die tochter zu verheiaten.

die hochzeitsvorbereitungen waren ziemlich aufwaendig und auch zeitintensiv. die ganze woche sassen gaeste (bzw familienmitglieder, welche z.t. von easter cape angereist waren) bei uns am kuechentisch oder schliefen auf matratzen irgendwo am boden. einmal wurde ich auch etwas ueberrascht, als ich um halb 3 morgens vom ausgang nachhause kam und mama frisch froehlich mit drei eben angekommenen damen am tisch sass und kaffee trank...ouuups.
am sa sollte es dann also um 9 uhr in der kirche losgehen. natuerlich standen wir drei maedels um diese zeit fix und fertig da, wie es sich gehoert und mussten feststellen, dass alle anderen noch weit davon entfernt waren bereit fuer die kirche zu sein. es wurde jedoch bereits geduscht, oder aber noch im morgenrock oder im trainingsanzug gefruehstueckt und hemden gebuegelt. um halb elf dann war es so weit, es ging los zur nahe kirche um die ecke. die kirche war schon ziemlich voll und es wurde bereits gut gelaunt gesungen. immer mehr leute stroemten herein und schliesslich kam auch mama shumi mit einem riesigen gelben hut (bad luck fuer den, der hinter ihr sass...), spaeter wurde das brautpaar unter gesang und gejubel in der kirche empfangen und inzwischen waren so viele leute da, dass viele im hinteren bereich dicht gedraengt stehen mussten. die ganze zeremonie lief im wesentlichen so ab wie wir das hier kennen, jedoch mit unglaublich viel weihrauch und es wurde immer wieder gesungen und gejubelt und alle waren super gelaunt und aufgeregt, ruhig wurde es in der kirche nie, weil immer irgendwelche leute miteinander redeten oder ein handy klingelte... der pastor predigte ab und zu auf englisch, hauptsaechlich aber auf xhosa. schade, den gerne haette ich ewa verstanden, was er sagte, als er das brautpaar richtig gehend belehrte und sie auf ihre ehepflichten aufmerksam machte. das ganze geschah ziemlich energisch, und er bruellte richtig gehend... (gott sei dank :-) aber ohne mikrophon, also nicht ganz so fanatisch wie in nigeria, und so war das ganze auszuhalten)
nach ca 2 stunden machten wir uns dann aber aus dem staub, denn wir wollten den zug nach capetown erwischen! am spaeten nachmittag kamen wir da also an und bezogen unsere zimmer im backpackers an der longstreet, DER strasse in capetown. hier gibt es unzaehlige laeden, bars und restaurants, wobei keine lokalitaet wie die andere ist und jeder eingang ein geheimtipp zu sein scheint. jedenfalls sind christine und ich noch auf den signal hill hinaufgegangen und haben capetown im abendrot erlebt... wunderschoen! vom signal hill sind mehrere kanonen stationiert und auf grund einer langen tradition werden sie einmal taeglich von mo-fr auch gebraucht... was da genau abgefeuert wird, habe ich aber noch nicht herausgefunden... jedenfalls zeigt die prominente stelle fuer die stationierung der kanonen, welche natuerlich zur verteidigung der stadt gebraucht wurden, welche umfassende sicht man von dort auf die stadt hat.

noch besser wurde es aber am sonntag: mit einer ziemlich grossen gruppe sind wir auf den table mountain. und zwar haben wir uns die atemberaubende aussicht von dort oben wortwoertlich erarbeitet: wir sind naemlich nicht wie die meisten mit der gondel hinauf, sondern sind hinauf gewandert! gewaehlt haben wir aus zeitgruenden die kuerzeste und schnellste route, natuerlich ist das auch die steilste route. es handelte sich also nicht um einen wanderweg, sondern viel mehr um eine art treppe, welche aus felsbrocken angefertig wurde und die man regelrecht hintereinander hinaufklettern muss. nach 2 stunden, mehreren pausen und patschnass (es war ein richtig heisses wochenende, ohne eine einzige wolke am himmel!) sind wir schliesslich oben angekommen. auf dem weg nach oben hat man lustige und motivierende begegnungen mit anderen "leidensgenossen" oder leuten, welche in die andere richtung unterwegs waren und einem angaben wie weit es noch sei. und ja: es ist wirklich toll da oben!!! bilder folgen hoffentlich bald einmal... hinunter haben wir uns dann aber die gondel gegoennt :-)

liebe gruesse eure larissa

Thursday, April 22, 2010

Eine Aufgabe des Staffs hier ist fruehere patienten bei sich zu hause zu besuchen. heute hatte ich so die gelegenheit mit einer der betreuerinnen auf so einer besuchstour in kayamandi mit dabei zu sein. wir sind also los und sind bald in mitten von wellblechhuetten gelandet. townships bestehen nicht nur aus wellblechhuetten (shaks), sondern zu einem grossen teil aus regulaer errichteten haeusern und strassen, doch an den reandern befinden sich eben diese informal settlements. eine huette neben der anderen, die einen groesser die anderen kleiner. ueber kleine dreckige, unebene pfade schlaengelt man sich durch das wirrwar von blech, holz, waescheleinen, herumspielenden kleinkindern etc... drinn hat es meist nicht viel mehr als ein bett, ein(ige) gestell(e), eine kochniesche und ev. ein fernseher. man kann kaum einen schritt vor oder zurueck machen. die waende sind teils mit poster und seiten aus zeitschriften tapetiert. uebrigens hoert man von ueberall her froehliche musik, und niemand stoert sich daran (heisst, es gibt hier keine nachbarn, welche sich ueber laute musik beschweren...) schliesslich sind wir auch noch in eine gegend gekommen, wo die ein regierungsprogramm bereits verwirklicht wurde. naemlich gibt es das grosse versprechen der regierung, dass in SA alle in einem richtigen haus wohnen koennen soll. und so werden an stelle der shaks, haeuser mit richtigen mauern errichtet und so entstehen ganze viertel mit diesen kleinen haeuschen, welche alle gleich aussehen. es gibt aber, wie ich vernommen habe, leute, welche bis zu 20jahren oder mehr auf den umzug von ihren wellblechhuetten in ein solches haeuschen warten!! unvorstellbar. und ja, das laesst einem schon etwas desillusioniert zurueck, vor allem wenn man sich bewusst ist, wie viel geld der staat hier in die austragung der fussball-wm oder in die instandhaltung oder den neubau der strassen im lande steckt, welche von der qualitaet den schweizer strassen in nichts nachzustehen scheinen. paradoxes suedafrika.

liebe gruesse eure larissa
hallo liebe leute

irgendwie ist es ein bischen schwierig hier fotos hochzuladen, auf facebook war das irgendwie einfacher... deshalb versuchts doch mal mit untenstehender adresse, dies ist ein oeffentlicher link, ueber welchen ihr einsicht in mein album auf facebook haben koennt, ich hoffe das funktioniert auch... :-)

http://www.facebook.com/album.php?aid=173382&id=637262211&l=a88244c041